Apistogramma borelli

Der Apistogramma borelli hat uns recht früh fasziniert, bereitete uns aber zu Beginn sehr oft Kopfzerbrechen. Zuerst verstarb das Weibchen, wenige Wochen später dann auch das Männchen und wir begannen wieder bei Null. Kurze Zeit später konnten wir erneut ein Paar zu uns holen, welches noch immer munter und gesund bei uns gepflegt wird. Aber 7 lange Monate passierte rein gar nichts und ich glaubte schon, das Regenwasser wäre immer noch nicht gut genug...

 

Borelli

Das Paar verstand sich sehr gut, die Wasserwerte waren mittels Regenwasser sehr weich und sauber. Wir fütterten abwechslungsreich und häufig mit Lebendfutter. Schwarze und Weiße Mückenlarven gab es fast täglich und durch die ständige Durchflussanlage hielten sich eventuelle „Schadstoffe“ im nicht nachweisbaren Bereich auf. Dennoch geschah nichts - gar nichts.

 

Während im Nachbarbecken die jungen Apistogramma cacatuoides „Orange“ munter umher schwammen und die Eltern sie vorbildlich pflegten, sah man bei den A. borelli nichts, außer leichter Aktivitäten beim Fressen. Erst 7 Monate später färbte sich das Weibchen leuchtend gelb. Man fand sie häufiger in der umgedrehten Wurzel, die mit großen Mengen Javamoos bestückt war. Das Moos bildete ein festes Dach und in der Wurzel befand sich eine Kehle. Die A. borelli beschlossen dann doch noch in dieser Höhle zu brüten.

 

Borelli Jungtiere

Dies ist das erste geglückte Photo nach dem Freischwimmen der Jungen. Vermutlich handelt es sich um ca 50 Jungtiere, die recht ungeniert auf dem Moosdach ihrer Wurzelhöhle liegen und nach Kleinstlebewesen suchen. Die Eltern kümmern sich aufopferungsvoll um ihren Nachwuchs. Männchen und Weibchen nehmen regelmäßig die Jungfische in ihr Maul und putzen sie, danach spucken sie sie zurück in das Javamoos.

 

Borelli Jungtier

Tag 5

Neben den zahlreichen Kleinstlebewesen, die die Jungfische in der üppigen Bepflanzung finden, ernähren sie sich von frisch geschlüpften Artemia Nauplien. Die Fütterung erfolgt 3x täglich und man sehr schön den prall gefüllten Bauch erkennen, der die Farbe der Nauplien angenommen hat. Mittlerweile verteilen sie sich gänzlich im Becken.

 

Somit ist eine Zählung nicht mehr möglich, ich kann also nicht nachhalten, ob es zu Verlusten gekommen ist. Damit müsste man rechnen, da es sich um die erste gemeinsame Jungfischaufzucht handelt. Es besteht immer noch die Gefahr, dass die Brutpflege abgebrochen wird. Ähnliches Verhalten haben wir bereits bei den ersten beiden Brutversuchen der Apistogramma cacatuoides var Orange beobachten können. Erst der 3. Wurf wurde großgezogen.

 

 

Fortsetzung folgt...