Mit den Red Bee‘s hat alles begonnen, sie waren die ersten Zwerggarnelen, die damals bei uns einzogen. Anfänglich in einem 25 Liter Becken direkt auf unserem Schreibtisch - immer im Auge.
Wenige Wochen später folgten dann auch noch Black Bee‘s, wieder in einem kleinen 20 Liter Becken und wieder auf dem Schreibtisch. Als dann noch Yellow Fire folgten, wurde es langsam eng und wir verlagerten die ersten Garnelenbecken in‘s Erdgeschoss.
Lange Rede - kurzer Sinn, mittlerweile sind sie in unsere Anlage gezogen und wir hatten in all dieser Zeit, wenig bis gar keinen Nachwuchs. Hin und wieder sah man vereinzelt Jungtiere, die aber nach einer gewissen Zeit quasi spurlos verschwunden waren. Sie kamen nicht hoch.
Red und Black Bee Garnelen
Also kam die Phase des Versuchs und des Irrtums, es wurde alles probiert. Von Sand auf Kies, mit und ohne Wurzeln, stark verkrautet und dann wieder wenig bepflanzt. Viel Futter, dann wieder sparsam gefüttert. Eigentlich alles was man verändern konnte wurde auch verändert, aber von einem Erfolg konnte man nie wirklich sprechen.
Inzwischen wissen wir durch regen Austausch mit anderen Haltern der Bee Garnelen, dass wir mit diesem Phänomen nicht alleine waren. Ausfälle und ganze Einbrüche von stabilen Stämmen gab es also überall, inklusive der allgemeinen Ratlosigkeit.
Als dann der „Run“ auf Soil-Bodengründe begann, haben wir uns ausgeklinkt, die Methode mittels einem PH-senkenden Bodengrund lag uns gar nicht. Wir wollten immerhin noch selber aktiv an der Wasserchemie teilhaben.
Erst nach der Umstellung unserer Anlage von mechanischen, meist wöchentlichen Wasserwechseln, auf eine Durchlauf-Wechselanlage mit Regenwasser, gab es eine drastische Wende. Die Tiere wurden aktiver, fraßen besser und vor allen Dingen, sie trugen wieder Eier in ihren Bauchtaschen. Die ersten Junggarnelen tauchten auf.

Mittlerweile haben wir mehrere Würfe Jungtiere im Becken, die aus der kritischen Phase heraus sind, die adulten Tiere tragen bereits wieder Eier. Ich kann mich kaum erinnern, wann ich vorher eine eiertragende Mosura sehen „durfte“.
Details zu den jetzigen Wasserwerten
Wir pflegen die Red und Black Bee Garnelen zusammen in 140 Litern. Das Becken ist voll eingerichtet mit Moosen, Nixkraut, Muschelblumen und Wurzeln. Unsere Regenwasser-Dauerwechselanlage tröpfelt 80 Tropfen pro Minute in das Becken. Das entspricht 4ml pro Minute und mit anderen Worten 5,76 Liter pro Tag. Das Regenwasser wird mit Aktivkohle gefiltert und hat einen PH-Wert von 6,3. Durch die permanente, gleichmäßige Frischwasserzufuhr und das Fehlen der üblichen Schwankungen durch manuelle Wasserwechsel, haben wir Bedingungen geschaffen, die den Bee Garnelen augenscheinlich mehr als gefallen. Der Leitwert liegt bei ca 130.
Details zur allgemeinen Fütterung der Bee‘s
Wir füttern abwechslungsreich mit Staubfutter, Nannochloropsis, Shirakura, Tabi Min und schwarzen Mückenlarven (FF). Die Bee‘s haben Brennnessel und Seemandelbaumblätter zur freien Verfügung und bekommen hin und wieder getrocknete Kürbischips.
Welstabletten stehen ebenfalls auf der Speisekarte.
Über eventuelle Futterreste mache ich mir wenig bis gar keine Gedanken, da zwei Antennenwelse und diverse Raubturmdeckelschnecken ebenfalls in diesem Becken leben.
Momentan können wir uns nicht beklagen, denn es folgen in regelmäßigen Abständen Würfe in relativ hoher Stückzahl. Die jungen Garnelen kommen fast gänzlich alle durch die kritische Phase, es sind keinerlei Ausfälle zu beklagen. Klopfen wir auf Holz !
Vereinzelt treten immer wieder sogenannte „Brownies“ auf, die wir persönlich sehr schätzen. Bleibt zu hoffen, daß sie sich etablieren, damit wir eventuell einen kleinen Stamm selektieren können, um weiter auf die bräunlich/rote Farbe zu züchten. Wir haben außerdem den Speiseplan um Reiskleie erweitert.
Fortsetzung folgt.......