Süßwassernadeln und "Ähnliche"
Was uns sonst noch fasziniert sind die Süßwassernadeln. Auch wenn ihre Nachzucht sich als äußerst schwierig erweist, zählen sie zu meinen persönlichen Lieblingsfischen.
Microphis deocata Seenadel
Geographische Region : Indien / Bangladesch
Unsere ersten Süßwassernadeln waren Microphis deocata von Kurt Mack. Mit ihnen begann die Leidenschaft für diese nicht einfachen Pfleglinge. Speziell bei dieser Art ist die Versorgung mit adäquatem Lebendfutter eine große Herausforderung. Halbwüchsige Salinenkrebse stellen einen Großteil der Grundversorgung dar. In den Wintermonaten durchaus eine schwierige Aufgabe. Geboostete Nauplien, Cyclops und Copepoden gehören ebenfalls zur Nahrung, Frostfutter wird in der Regel konsequent verweigert.
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Microphis brachyurus Große Süßwassernadel
Geographische Region : Indonesien
Eine Gruppe Microphis brachyurus ist durch einen Zufall zu uns gestoßen. Wir pflegen sie bei einem PH Wert von 7,5 in einem großen Panoramabecken. Die Nachzucht dieser Nadeln erweist sich bisher als unmöglich, da die Larven in der ersten Zeit in's Meerwasser treiben und sehr, sehr feines Futter benötigen. Dennoch werden wir einige Versuche unternehmen und die Erfolge/Mißerfolge hier für alle Interessierten einstellen.
Als Nahrung bevorzugen die adulten Tiere weiße Mückenlarven und Mysis in großen Mengen, lebend.
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Ichthyocampus carce
Geographische Region : Indo - West - Pazifik
Man findet bisher wenige Informationen über diese kleine, sehr hübsche Süßwassernadel. Sie leben ähnlich bodenorientiert wie die Enneacampus ansorgii, allerdings "klettern" sie auch gerne in höhere Ebenen. Dabei umklammern sie gekonnt mit ihrem Schwanz Pflanzenstengel.
I. carce fressen mit Vorliebe geboostete Wasserflöhe, Nauplien, Cyclops und Copepoden.
Leider erweist sich die Nachzucht als äußerst schwierig, da für die kleinen Larven Nauplien zu groß sind und kleineres Futter oft nicht angenommen wird.
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Enneacampus ansorgii
Geographische Region : West Afrika
Die ruhigen, bodenorientierten Enneacampus ansorgii sind in einem Artenbecken perfekt aufgehoben. Sie sind langsame, nicht jagende Fresser, die außerdem gerne einen ganze leichten Meersalzzusatz von 1 Teelöffel auf 10 Liter genießen. Wie bereits angesprochen, verbringen sie die überwiegende Zeit auf dem Boden, frei schwimmend sind sie kaum zu sehen, aber sie klettern gerne auf stabilen Pflanzen ( Anubien ) zur Wasseroberfläche. Sie sind mit Lebendfutter zu ernähren und sollten bei einer Mindesttemperatur von 25°C gepflegt werden. Sie werden maximal 15 cm groß.
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Microphis cuncalus
Geographische Region : Indien, Sri Lanka, Bangladesch
Diese bis zu 17 cm groß werdenden Süßwassernadeln erinnern schon sehr an Microphis deocata. Beide Arten bewegen sich recht freischwimmend durch das Becken und verweilen sehr selten am Bodengrund, wie es von E. ansogrii bekannt ist. M. cuncalus gelten als potamodrom, was ihre reinen Süßwasserwanderungen betrifft. Dennoch haben wir dem Wasser je einen Teelöffel Meersalz pro 10 Liter zugegeben.
Bei den Männchen sind sie Bauchtaschen nicht stark ausgeprägt, was momentan die Geschlechterbestimmung erschwert.
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Doryichthys deokhatoides
Geographische Region : Thailand, Sumatra, Borneo
Ebenfalls zusammen mit den D. martensii trafen die D. deokhatoides ein. Noch ist nicht viel zu sagen, aber sie scheinen sehr ruhige Vertreter zu sein. Momentan würde ich sie als stark bodenorientiert beschreiben, vielleicht ändert sich das noch im Laufe der Zeit.
Sobald sich die Nadeln eingelebt haben, werde ich ausführlich über sie berichten. Bis dahin gibt es kurze Updates bei uns im Blog.
Weitere Infos zu den D. deokhatoides.
Doryichthys martensii
Martens-Flussnadel
Geographische Region : Indonesien, Malaysia, Thailand
D. martensii haben mir sehr lange Kopfzerbrechen bei der Anschaffung bereitet, fast ein Jahr dauerte die Suche. Nun sind sie sndlich eingezogen und ich werde weiter berichten, sobald sie sich etwas erholt und eingelebt haben.
Vorab wird es einige Bilder und Infos zu den D. martensii bei uns im Blog geben.
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Microphis leiaspis
Barhead pipefish
Geographische Region : Japan, Indonesien, Fiji
Bei der Microphis leiaspis handelt es sich um eine Süßwassernadel, die ausgewachsen eine Länge bis 20 cm erreichen kann. Sie lebt überwiegend bodenorientiert, aber nicht versteckt. Auffällig ist auch der Sexualdimorphismus, Männchen und Weibchen sind leicht zu unterscheiden.
Wir pflegen sie derzeit bei einem Leitwert um 1000, bei etwa 25°C. In der Fütterung sind sie nicht heikel, nehmen willig verschiedenstes Lebendfutter an.
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Indostomus paradoxus Burma Stichling
Geographische Region : Nord-Thailand
Die Burma Stichlinge erinnern entfernt an kleine Süßwassernadel-Kreuzungen, nicht nur in ihrem Äußeren. Sie bewegen sich ähnlich bodenorientiert wie viele Nadel-Arten auch und fressen nur sehr kleines Lebendfutter. Cyclops, kleines Tümpelfutter und Artemia Nauplien werden mit Vorliebe angenommen.
Die Geschlechter können durchaus unterschieden werden, die Weibchen sind fülliger, während die Männchen verlängerte Bauchflossen besitzen.
Eine Verwechslung mit dem I. crocodilus kann man ausschließen, da ihre Rückenflosse einen weißen Rand zeigen müsste.
Weitere Informationen zu den I. paradoxus










