Tateurndina ocellicauda
Jungfischtagebuch
Die Haltung
In einem gut bepflanzenten Aquarium können 2 bis 3 Männchen und etwa die doppelte Anzahl Weibchen gepflegt werden. Wenn man von Garnelen absieht, ist eine Vergesellschaftung generell unproblematisch. Von Regenbogenfischen sollte man absehen, da die sehr ruhigen Grundeln sonst als echte Langsamfresser im Laufe der Zeit sehr wahrscheinlich verhungern würden.
Das Männchen
Die Männchen sind deutlich an ihrem bulligen Kopf mit der hohen Stirn zu erkennen. Da sie die Brutpflege übernehmen, verteidigen sie vehement ihre Laichhöhle und den unmittelbaren Raum in der Nachbarschaft. Neben spektakulärem Droh- und Imponiergehabe, können mitunter gelegentlich Beißereien entstehen, wenn der Eindringling nicht weicht.
Das Weibchen
Sie sind ebenso schön gefärbt und auffällig wie die Männchen. Allerdings absolut friedlich und recht ruhig. Sie haben bis auf den Ablaichvorgang nichts bei der Jungfischaufzucht zu tun. Im gegenteil, sie stellen den Jungtieren sogar nach. Gegenüber anderen Bewohnern im Aquarium verhalten sie sich neutral. Allerdings vergreifen sie sich an Schnecken.
Das Fortpflanzung
Im Gegensatz zu den Wüstengrundeln, mögen sie nur auf beiden Seiten offene Tonhöhlen. Diese werden vom Männchen ausgesucht, das Weibchen hineingelockt und dort verbringen beiden 1 bis 2 Tage. Die Eier werden an die Höhlenwand geklebt und vom Männchen befächert. Nach etwa 7 Tagen schlüpfen die jungen Grundeln, die 1 bis 2 Tage Infusorien benötigen.
Die Jungtiere
Die Jungtiere sind recht klein, aber dennoch robust. Was ihnen allerdings nicht behagt, so sind meine Eindrücke, ist ein häufiges Umsetzen. Man sollte lieber gleich ein mittelgroßes Becken zur Aufzucht auswählen, in das man das Männchen samt der Laichhöhle umsetzt. Nach dem Schlupf kann man in Ruhe das Männchen wieder entfernen, es stellt seinen Jungtieren nicht nach.
Die Aufzucht - 7. Woche
Dieses Photo ist leider noch mit der alten Digitalcamera gemacht worden und wird umgehend ausgetauscht, sobald das nächste Männchen brütet. Es zeigt stellvertretend, daß Tateurninda ocellicauda unglaublich langsam wachsen. Besonders in den ersten 3 Monaten erfolgt kaum nennenswertes Größenwachstum.
Geduld ist hier oberste Tugend !
Die Halbwüchsigen - 6. Monat
Dieser nächste Sprung zeigt die jungen Grundeln nun fast halbwüchsig. Es sind fast 6 lange Monate vergangen und es werden sicher noch 2 bis 3 Monate vergehen, bis die Tiere fast ausgewachsen sind. Obwohl ich die Jungfische fast ausschließlich mit Lebendfutter gefüttert habe, lässt sich an der Dauer nichts ändern. Es entschädigt aber der wunderschöne Anblick dieses Schwarms.







