Automatisches Wasserwechsel-System

Da wir die Schwankungen durch Wasserwechsel vermeiden wollten, haben wir uns für eine dauerhafte Torfwasserzufuhr entschieden. Der folgende Beitrag beschäftigt sich mit der Planung und Umsetzung.

Sämtliche Aquarien werden mit Lufthebern betrieben und über eine Ringleitung mit der Luft aus dem Kompressor versorgt. Neben der Ringleitung für die Druckluft haben wir eine Torfwasserleitung oberhalb der Aquarienschränke verlegt. Pro Aquarienschrank wurde eine senkrechte Leitung mittig bis über das unterste Becken verlegt. Von der senkrechten Leitung ausgehend, werden herkömmliche Schläuche (4/6 mm) zu jedem Becken geführt. Am Ende des Schlauches befindet sich ein Nadelventil, über welches Torfwasser in das jeweilige Becken getropft wird. Das „Abwasser“ wird über einen Siphon in das unten liegende Abwasserrohr geleitet und gelangt von dort aus in das Hausabwasserrohr. So werden alle Becken dauerhaft mit frischem Torfwasser versorgt.

Einzige Ausnahme hiervon sind die nordamerikanischen Krebse, da ihr Wechselwasser nicht in die Kanalisation geleitet werden sollte. Hier wird nach alter Methode von Hand das Wasser gewechselt und anschließend für Pflanzen genutzt.

Nun zu den Kerndaten.

Jedes Becken erhält pro Tag ca. fünf Liter Torfwasser aus den darüber liegenden Wassertonnen. Die Doppelbecken natürlich ihrer Größe entsprechend zehn Liter. Somit ergibt sich ein wöchentlicher Wasserwechsel von „brutto“ ca. 50 %. In der Praxis wird es sich aber nur auf rund 25% belaufen, da immer Frischwasser mit abläuft.

Die Werte des Torfwassers sind:

PH 6,3

KH 1 / GH 4

Leitwert 130

Jene Arten, die etwas härteres Wasser und einen höheren PH-Wert bevorzugen, bekommen Korallenbruch, damit notwendigen Werte erreicht werden.